Schluss, Aus und Vorbei
Das war sie nun also unsere Interrailreise. Dreissig Tage, zwoelf Stationen, sechs Laender, fuenf Sprachen und einen Flug spaeter sind wir um unbezahlbare Erfahrungen reicher und so viel koennen wir jetzt schon sagen – immerhin haben wir noch einen Abend in Dublin – wir wuerden es wieder machen. Sieht man mal vom verlorenen Handy und dem konfiszierten Messer ab, so war es doch durchaus eine positive Reise. Umwerfende Staedte, schoene, ruhige Parks, beeindruckende Landschaften atemberaubende Straende und hier und da auch mal ein paar huebsche Frauen. Dazu kommt noch die Gesellschaft der vier Interrailer und mal mehr mal weniger Gutes Bier und Schnaps. Eigentlich braucht man nicht mehr.
Doch hier schon ein ausgiebiges Fazit zu ziehen waere noch etwas verfrueht, wer weiss was der Abend noch so alles bringt. Natuerlich werden wir uns nicht mehr abschiessen, unser flug geht ja schon um elf morgen frueh, aber noch mal einen Pub besuchen und ein Guinness trinken sollte schon drin sein. Wobei wir auch beim Stichwort waeren: Guinness. Am Sonnteag besichtigten wir die zweihundertfuenfzig Jahre alte Brauerei. Nach einer kleinen Einfuehrung, wie man die affigen Audioguides zu bedienen haette, ging der Rundgang auch gleich los. Ueber sieben Etagen verteilt, lernte man zunaechst die verschiedenen Inhaltsstoffe und deren sorgfaeltige Auswahl und Verarbeitung kennen. Das sagt ja jede Brauerei. Naja, weiter ging es mit den Herstellungsprozessen des Schwarzbieres. Danach kam das erste Highlight: Man durfte ein frisches Guinness probieren. Die Audioguidin sagte, dass dies mit fuenf Sinnen geschehe. Klar: schmecken, schmecken, schmecken, schmecken und schmecken. Leider wurden wir enttaeuscht. Das “Versucherle” sollte mit fuenf verschiedenen Sinnen nennen wir es erfahren werden. Nummer eins: das Hoeren der entweichenden Gase beim Zapfen. Zweitens, das Fuehlen der Temperatur. Schritt drei, das Sehen der Farbe im Licht. Nummer vier: das Riechen der verschiedenen Aromen und dann erst in Schrott fuenf das Schmecken. Wers braucht. Weiter ging es im zweiten Teil der Ausstellung mit der Firmengeschichte. Wer dort genaueres erfahren will fliegt entweder nach Dublin und geht selbst in Storehouse oder schaut im Internet. Es war auf jeden Fall interessant, so viel sie gesagt und am Ende des Rundganges wartete auf jeden Besucher ein Pint Guinness in der Gravitz Bar auf dem Dach des Gebaeudes, das eigentliche Highlight, dass den Eintrittspreis von elf Euro wieder etwas relativierte. Die Runde Glasbar auf dem Dach in der siebten Etage bot einen herrlichen dreihundertsechzig Grad Ausblick auf die irische Hauptstadt. Haette die Sonne geschienen waere es perfekt gewesen. Aber ueber das Wetter wollen wir uns nicht beschweren.
Gestern dann ging es raus aus Dublin. Unser Interrailticken gilt ja noch bis einschliesslich heute und wir wollten es noch einmal nutzen. Mit der “DART” ging es an der Kueste entlang nach Greystones. Hatte es in Dublin als wir abfuhren gerade angefangen zu regnen, scheinte hier am Strand die Sonne. Vier liefen noch ein Stueckchen bis wir zu den kuenstlich aufgeschuetteten Felsan kamen und suchten uns ein bequemes Plaetzchen zum Entspannen und Essen. Im Hintergrund eine kleine Bergkette und vor uns das rauschende Meer. Es war himmlisch. Abends gingen wir dann das erste mal in einen wirklichen irischen Pub. Bei Livemusik von irischen Volkslieder mit Geige und schnellem Tempo bis hin zu Pop Klassikern von Ronan Keating und den local heroes von U2. Das Ambiente stimmte und die Stimmung auch. Heir schmeckte auch das Guinness gleich viel besser.
Heute stand noch einmal die letzten Souvenirs kaufen auf dem Programm. Ansonsten wollen wir es ruhig angehen lassen und spaeter Packen und noch mal ein Bierchen trinken gehen, bevor wir die Heimreise antreten.
Wir sehen uns…
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- Veröffentlicht:
- 16. Juni 2009 / 5:54 pm
- Kategorie:
- Reise
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1 Kommentar
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