Paris – London

Zwei Nächte in Paris sind eigentlich viel zu wenig. Aber mehr wollte die Allgemeinheit nicht, schecht, wie sich später herausstellen sollte. Doch nun zu Paris selbst. Die Stadt ist schon klasse. Viele große alte Häuser und noch mehr Sehenswürdigkeiten. Es war ja beinahe eine Erlösung, nach so langer Zeit am Strand, die mit Nichtstun und iPhone Verlieren verbracht wurde, mal wieder etwas Aufregendes zu erleben. Das Louvre ließen wir links liegen, lediglich von außen, also die Pyramide und die Eingangshalle wurden begutachtet. Ansonsten nahmen wir so ziemlich alles Sehenswerte mit, was es gab. Allen voran natürlich der Eiffelturm aber auch sonst waren wir von La Défense bis Sacré Cœur über Notre Dame eigentlich überall. Am Abend wurde natürlich gebührend Shisha geraucht, vor dem Hotel und von vielen Augen komisch angeschaut und mit Seife und Käse beworfen…doh davon ließen wir uns nicht abschrecken.

Da immer wieder die Frage von bestimmten Personen nach dem “Untenrum” aufkommt, hier mal eine Antwort, die bis dahin zutrifft. Es ging nichts. Die hübschesten Frauen gab es in Wien. Ja in Wien, nicht in Praha oder Italien und auch in Frankreich, im Speziellen in Paris nicht. Und bisher ging, sieht man von einem Mal Verlieben ab, auch rein gar nichts…bisher!

Auf Paris folgte England. Da wir keine 70€ für den Eurostar durch den Tunnel bezahlten wollte hieß es Bummelzug und Fähre. Klingt zunächst mal nicht uninteressant, aber dauert bedeutend länger. Um genau zu sein circa sieben Stunden länger. Mit der Regionalbahn der SNCF ging es nach Calais in der Normandie. Von dor aus mit der Fähre in eineinhalb Stunden (effektiv dreißig Minuten wegen der Zeitverschiebung) nach Dover. Von dort mit dem Bus zum Bahnhof und dann nach London in die Hauptstadt Englands. Dort warteten neben einem vier Sterne Hostel auch Janine und Jana auf uns. Doch erst mal hieß es einchecken und etwas essen. Es war schon lange her, dass wir Nahrung zu uns genommen hatten. Dann ging es gegen Abend nach Downtown London, um genau zu sein nach Camden Town, wo wir die beiden Mädels aus der Heimat treffen sollten. Doch wie das so ist mit zwischengeschlechtlichen Treffen, es funktioniert selten Reibungslos. Einige Telefonate  und Minuten später waren dann doch zwei vertraute Stimmen hörbar. Also los Party machen. Doch wohin. Sonntags ging nicht viel, zu unserer aller Überraschung nicht einmal in der Weltmetropole London. Außer man bezahlte achtzehn Pfund. Zu viel, so viel stand fest. Zum Glück gab es noch einen Pub in dem Livemusik gespielt wurde. Die Band war, naja, sagen wir mal freakig aber nicht unbedingt auf eine gute Art und Weise. Nunja, Spaß hatten wir trotz allem. Nach dem Gig sollte es noch woanders hin gehen. Fehlanzeige. Es war nichts gescheites mehr offen, um nicht zu sagen, es war nichts mehr offen. Also gings nach Hause. Tag zwei mit Sightseeing und Co. Etwas die Oxfordstreet begutachten und von Menschenmassen erschlagen werden, zurück ins Hostel und essen. Es gab Fertigpizzen, warum auch nicht. Danach noch ein wenig im Hinterhof relaxen und später wieder mit den Mädels in die Stadt, ins Roxy. Ähnlich wie das Mobilat zu Hause sollte es sein. Als wir rein kamen war es erst mal leer. Naja, es war noch füh am Abend. Wir ließen uns nicht die Feierlaune verderben und machten trotzdem Party. Kaum war Micha an der Bar, schon hatte er eine Frau am Arm. Respekt. Er war allerdings nicht so sehr begeistert und angesichts der Person, kann man es ihm auch nicht verübeln. Der Abend war ja noch lange und nachdem Micha seine erste Errungenschaft wieder los war, fand er auch schon sein nächstes Opfer. Er wurde angetanzt und war dieses Mal sogar angetan. Zwei Mädels an einem Abend… Michi versuchte derweil mit Janas Top mehr Erfolg zu haben, vergebens. Leider wurde die Romanze relativ bald unterbrochen. Micha zeigte sich völlig unbeeindruckt: Eiskalter Playboy eben. Wenn Micha so weitermacht, müssen wir ihn vielleicht noch in London zurück lassen, doch so weit ist es noch nicht. Wir haben erst mal eine Nacht verlängert um London noch etwas zu genießen und beshoppen zu können. Fünf Nächte in Dublin sollten auch genügen…To be continued…

P.S. Dieser Artikel entstand im Londoner Apple Store, dem wahrschinlich größten und konstenlosesten Internetcafé auf der Welt.


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