Venezia, Luca Tooooni, Acqua Minerale Naturale
Auf den erholsamen Schlaf im Nachtzug, den wir nicht hatten, bauten wir unsere Tagesplanung auf. Doch zunächst mussten wir vom Hauptbahnhof in Venedig zu unserem Campingplatz aufs Festland zurück. Der Stadtbus nahm uns einen laaaangen Fußmarsch ab und nach einer kurzen Suche kamen wir am Zeltplatz an. In unserem Bungalow, naja, lassen wir es bei Bungalow, auf dem Campingplatz Jolly in Maghera, wurde sich erst einmal frisch gemacht. Entweder im Bad, das etwas größer als eine Nasszelle war oder alternativ im Pool, der im Gegensatz dazu nicht mit Größe geizte. Danach noch etwas chillen und dann ging es wieder in die Stadt. Dieses Mal mit dem Campingplatz eigenen Shuttle Bus. Um es etwas kürzer zu machen: wir waren begeistert. Ja, ich weiß wir sind oft begeistert und es wird vielleicht etwas langweilig aber wir sehen es als Bestätigung dafür, dass wir unsere Route richtig gewählt haben. Wen es anödet, einfach die ersten vier fünf Sätze weglassen.
Wie gewohnt ging es zu Fuß los. Die vielen kleinen Gässchen und die unzähligen Brücken verspeühten einen Charme, den wir ungefiltert in uns hinein sogen. Ähnlich verwinkelt wie der Irrgarten im Schloss Schönbrunn, dafür aber besser ausgeschildert, fanden wir uns relativ gut zurecht. Unser Ziel hieß, wie wahrscheinlich von allen Touristen, San Marco. Im Speziellen der Piazza San Marco. Doch zunächst landeten wir vor der Chiese di Santa Maria. Da so schnell keine Brücke über den Canale Grande nach Norden und damit nach San Marco erreichbar war, gingen wir kurzerhand ins Innere der Kirche. Ein von der Kuppel herab hängender Leuchter und die alten Bodenfliesen waren die Highlights. (Auch an dieser Stelle sei gesagt, dass ich nich jede Kirche in all ihren Einzelheiten beschreiben werde.) Nach dem Besuch des Gotteshauses brachen wir dann auf gen San Marco. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto teurer wurde die Kugel Eis (1€ am Stadtrand bis hin zu über 1,50€ im Kern) und auch die Menschenmassen nahmen stetig zu. Zwei Indikatoren, die uns, zusammen mit unserem exzellenten Orientierungssinn, sicher zu Markusplatz leiten sollten. So kam es auch. Menschenüberflutet aber dennoch beeindruckend. Auf dem Rückweg wurden dann in einen der zahlreichen Läden auf der Shoppingmeile Flip Flops und Stoffschuhe gekauft.
Das Abendessen fiel an diesem Tag etwas, sagen wir süßer aus. Der nächstgelegene Supermarkt erinnerte eher an einen Tante Emma Laden und war dementsprechend spärlich ausgestattet. Also gab es Marmorkuchen und Bier und Shisha. Reicht auch. Der nächste Tag wurde gediegener angegangen. Morgens im Pool planschen, einkaufen und erst gegen 14 Uhr nach Venedig. Der später gewählte Zeitpunkt brachte uns Temperaturvorteile und es waren weniger Menschen unterwegs. Da es trotzdem immer noch heiß war und unsere Wasservorräte sich relativ schnell dem Ende zu neigten, waren wir gottfroh, als wir an einem Straßenverkauf 0,66 Liter Bier für 2€ bekamen. So gestärkt und durch das für den Moment beste Bier der Welt, ging es weiter durch die Gassen. Gegen frühen Abend fanden wir auf unserem Weg am Ufer des Canale Grande einen Park, in dem wir chillten und Micha seine Karten vergaß. Da wir relativ gut zu Fuß unterwegs waren und Geld in Zeiten der Krise auch bei uns knapp werden kann, verzichteten wir auf eine Bootsfahrt. Zurück auf dem Campingplatz wurden die zuvor besorgen Würste, mariniertes Fleisch war nicht aufzutreiben, auf unserem Einwegrill zubereitet und beim Aufbrauchen der letzten Bierreserven der Abend ausklingen gelassen. Bleibt abzuwarten, was uns Florenz zu bieten hat.
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- Veröffentlicht:
- 27. Mai 2009 / 12:47 pm
- Kategorie:
- Reise
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