Wien, Nachtzug und Gangsterjagd
Prag ade, hallo Wien. Die österreichische Hauptstadt lockte nicht gerade mit dem schönsten Bahnhof, sollte aber dennoch zur bisher schönsten Stadt unserer Reise gewählt werden – einstimmig. Doch alles schön der Reihe nach. Unsere Juhe lag dieses Mal etwas außerhalb, weshalb wir uns das erste Mal auf unserer Tour ein Nahverkehrsticket kauften. Zwar gab es an den Zimmern und am sonstigen Erscheinungsbild der Untetkunft wenig zu bemängeln, jedoch fehlte eine ganz entscheidende Sache: die Küche. So mussten wir uns von Fertigsuppen und 5-Minuten Terrinen ernähren. Die Strapazen der letzten Prager Nacht und auch der restlichen lauffreudigen Tage, hinterließen deutliche Spuren. Doch das war nicht weiter schlimm, hatte Wien doch einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil gegenüber Prag: es gab ausgedehnte Grünflächen mitten in der Stadt. Das ganze heißt natürlich nicht, dass wir die dreieinhalb Tage in Wien nur mit Rumliegen auf irgendwelchen Wiesen verbrachten. Nein, das komplette Touristenprogramm von Schloss Schönbrunn, inklusive verirren in dessen Irrgarten über Naschmarkt, Stephansdom und Prater bis hin zu Sachertorte und Donauufer wurde abgespult. Warum war Wien also nun noch einmal besser als Prag? Die Parkanlagen alleine waren es nicht, vielmehr waren die Bauten von Hofburg bis historischen Museen noch prachtvoller und pompöser. Es machte einfach Spaß durch die Gassen zu schlendern und die Häuser und zu betrachten. Und die kleinen Erholungspausen auf den Grünflächen taten ihr übriges dazu. Da das vielleicht spannendste Saisonfinale der Fußball Bundesliga auf den Samstag fiel, war das Tagesprogramm stark auf dieses Ereigniss zugeschnitten. Drei Viertel der Gruppe sahen das Spiel in einer zwilichtigen Wettkneipe in der Nähe des Naschmarktes. Der Rest ging auf selbigem etwas mit ortsansässiger Verwandschaft trinken. Der für Schwaben unglückliche Ausgang des Finales trübte die Stimmung jedoch nicht. Am Sonntag blieb dann auf der Wien to-do Liste nur noch Kultur und Sachertorte. Nach einem Runldgang durch das Museumsquartier, das mit kleinen Cafés und allerlei alternativen Jungdesigner Shops, sowie dem gelungenen Mix aus moderner Architektur und altem Bestand, der auf Anhieb allen zu gefallen wusste und einem Kaffee bei Tantchen ging es auf ins naturhistorische Museum. Eine wie sog später herausstellte viel zu große Ausstellung für einen Tag, die wir nichts desto trotz in knapp drei Stunden durchliefen und im Nachhinein mehr als empfehlen können. Also blieb nur noch Sachertorte im gleichnamigen Café übrig. Nach der Erfüllung dieser letzten Aufgabe wurde ein letztes mal auf der Wiese im Burghof gechillt, bevor sich unser Wienaufenthalt dem Ende neigte. Dafür stieg die Vorfreude auf die Fahrt mit dem Nachtzug. Zwölf Stunden waren dafür angesetzt, doch es dauerte gerade mal eine Stunde, bis das Abenteuer richtig losging. Technische Probleme einer der Waggons, die nur bis nach Salzburg fuhren legten den ganzen Zug lahm. Ein Ersatzzug wurde zusammen gebaut, bei dem wir glücklicherweise in unserem Abteil bleiben konnten. Dies war der erste Streich, doch der zweite folgt zugleich. Während einige in unserem Waggon schon schliefen, nutzten Gauner diese Unachtsamkeit aus. Wir beobachteten jedoch das Geschehen, und schlugen die Gangster letztendlich in die Flucht. Leider konnten sie mit etwas Bargeld entkommen. Eine Kamera und eine Tasche konnte jedoch von uns sichergestellt werden. Als Helden gefeiert konnten wir nun die restliche Fahrt nach Venedig beruhigt und schlafend antreten.
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- Veröffentlicht:
- 25. Mai 2009 / 7:53 am
- Kategorie:
- Reise
- Tags:














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